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Ist Trading Glücksspiel? - Wie man Trading richtig angeht

By Stefano Treviso , Updated on: Oct 18 2022.

Trading und Glücksspiel haben einige Gemeinsamkeiten (besonders, wenn du Glücksspiel mit unangemessenen Risiken verbindest), dennoch ist Trading überhaupt nicht wie Glücksspiel, denn es gibt viele Möglichkeiten, das Risiko und den Einsatz jedes Trades zu kontrollieren. Um zu vermeiden, wie ein Zocker an das Traden heranzugehen, muss jeder erfolgreiche Trader das Risikomanagement beherrschen. 

Warum betrachten manche Menschen Trading als Glücksspiel?

Wir alle wissen, dass beim Wort "Glücksspiel" das erste, was einem in den Sinn kommt, "Las Vegas" ist – nämlich zusammen mit Blackjack Tischen und teuren Hotels. 

Wir neigen dazu, Glücksspiel mit völlig rücksichtslosem Verhalten zu assoziieren, bei dem die Leute die Risiken nicht abwägen, einfach verrückte Aktionen abziehen und auf das Beste hoffen.

Glücksspiel 

Um also auf einer Wellenlänge zu sein, lass uns einen Blick darauf werfen, was Glücksspiel wirklich bedeutet:

Glücksspiel: Das Setzen von Geld (oder etwas Wertvollem) auf ein Ereignis mit ungewissem Ausgang. Das alles mit der primären Absicht, Geld oder materielle Güter zu gewinnen. Beim Glücksspiel müssen also drei Elemente vorhanden sein: Gegenleistung, Risiko und Gewinn.

Wie du erkennst, ist Trading der eigentlichen Definition von Glücksspiel sehr ähnlich. Denn letztlich hat niemand hat jemals definiert, dass Glücksspiel bedeutet, verrückte, irrationale Dinge zu tun.

Wenn du einen Trade platzierst, überlegst du dir das mögliche Ergebnis (den Gewinn oder Verlust, der daraus entstehen kann) und du bewertest das Risiko, das du bereit bist einzugehen.

Nun sind nicht alle Casino Spiele gleich, zum Beispiel:

  • Roulette: Du setzt auf Zahlen und bist bereit, entweder alles zu verlieren oder das bis zum 38-fachen deines Einsatzes zu gewinnen.
  • Blackjack: Du platzierst Wetten und bist während der Blackjack-Blatts voll engagiert, dein Gewinnpotenzial ist normalerweise auf die Höhe deiner Investition plus 50% davon begrenzt.
  • Poker: Du wettest nur, wenn dir deine Karten gefallen (entsprechend der Belohnung auf dein Risiko, im Vergleich zur Einschätzung deiner Gegner). Dieses Spiel kommt dem Trading näher als jedes andere!

Unterm Strich darfst du nicht vergessen: Ein Casino Spieler zu sein entspricht (meist) nicht einem heruntergekommenen, risikosüchtigen Menschen, der nur verrückte Sachen macht. 

Wir können also sagen, dass sich Trading und die Aktivität des Glücksspiels ziemlich ähnlich sind.

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Wer bist du: Trader oder Zocker?

Dich selbst als Trader kennenzulernen sollte eine deiner obersten Prioritäten sein, so weißt du, in welchen Bereichen du dich verbessern musst. Stelle dir die folgenden Fragen:

Trading Gambler 
  • Wenn du beim Traden Geld verlierst, eröffnest du dann immer größere Positionen, und verdoppelst sie, um den Verlust wieder auszugleichen? 
  • Eröffnest du normalerweise große Positionen, bei denen die Margin Anforderung mehr als 50% deines Kapitals beträgt?
  • Vermeidest du es normalerweise, Stop Loss Orders für deine Trades zu verwenden (um auf Richtungsumkehrung zu hoffen, solltest du dich irren)?
  • Eröffnest du in der Regel Positionen ohne viel Recherche und nur mit dem Blick auf einen Chart und der Feststellung “Das sieht aus, als würde es nach oben gehen”?

Wenn die Antworten auf eine oder mehrere dieser Fragen "Ja" lauten, dann bist du wahrscheinlich im wilden Zockermodus unterwegs.

Keine Sorge, auch wenn du im Las Vegas Eilmodus bist, können wir dir ein paar Hinweise geben, die dir helfen, die richtige Richtung einzuschlagen. 

Trading mit Risikomanagement, Tschüss wildes Glücksspiel

Risiko beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht (in diesem Fall, dass einer deiner Trades in die Hose geht).

Risikomanagement  

Beim Risikomanagement geht es darum, das Risiko beim Trading zu kontrollieren und zu mindern, um sicherzustellen, dass du das Beste aus deinem Trading Einsatz machst und deine Chancen, profitabel zu werden, erhöhst.

Hier sind ein paar Tipps, die dir den Einstieg in das Risikomanagement erleichtern:

1 - Berechne, wie oft du es dir leisten kannst, falsch zu liegen

Dein Hauptziel ist es, so lange wie möglich zu traden, ohne pleite zu gehen. Dafür musst du berechnen, wie oft du falsch liegen kannst, um zu verstehen, wie nachhaltig dein Kapital im Vergleich zu deiner Strategie ist. 

Risiko Prozentsatz 

Je häufiger du es dir leisten kannst, dass mit deinen Trades etwas schief geht, desto besser bist du dran. Es macht keinen Sinn, wenn du 10.000 € hast, alles in einem einzigen Trade zu investieren (also volles Risiko) – denn dann, wenn du verlierst, bist du ganz aus dem Spiel – Du willst es dir lieber leisten, so viele Anlaufmöglichkeiten wie möglich zu haben, nicht wahr? 

Hier ist ein interessanter Weg, die ganze Sache zu betrachten:

Statistik 

Wenn du eine Münze zweimal wirfst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zwei Mal hintereinander auf der gleichen Seite landet, ziemlich groß. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie 1.000 Mal hintereinander auf der gleichen Seite landet, ist extrem gering.

Je mehr Anläufe du dir also beim Trading leisten kannst, desto mehr verbesserst du deine Chance, zu gewinnen.

Deshalb legen gute Trader einen Risiko Prozentsatz pro Trade fest und nutzen Stop Loss, um ihre Trades auf den Trading Plan auszulegen.

2 - Nehme große Bewegungen des Vermögenswerts mit. Stelle sicher, dass der riskierte Verlust wertmäßig geringer ist, als der mögliche Gewinn

Wenn du siehst, dass sich ein bestimmter Vermögenswert wie Öl jeden Tag um 1 € bewegt, weißt du, dass du beim Kauf von 50 Barrel Öl riskierst, an einem einzigen Tag entweder 50 € zu verlieren oder 50 € zu gewinnen Die Frage ist also: Passt das zu deinem Risikomanagementplan? 

Potenzielle Risiko-Szenarien 

Wenn der Trade mit deinem Risikomanagementplan übereinstimmt, ist die Frage, ob du eine Position öffnest, bei dem deine Belohnung (potenzieller Gewinn) höher sein kann als dein Risiko (potenzieller Verlust)?

Wenn die Antwort ja ist, dann bist du auf einem guten Weg. Wenn die Antwort nein ist, dann wird deine Risikomanagementstrategie wahrscheinlich langfristig in Verlusten enden.

Viele Trader stürzen sich schnell darauf, einen Trade mit einem großen Abwärtsrisiko zu eröffnen und sobald sie einen 1 € Gewinn sehen, schließen sie ihn. Am Ende verlieren sie alles, da das Risiko-Ertrags-Verhältnis nicht günstig und nachhaltig war.

Fazit

Wenn du die Definition des Glücksspiels verstehst, dann hat das Trading eindeutig viele Ähnlichkeiten damit – Vorausgesetzt, wir reden nicht über wildes, verrücktes Glücksspiel – Dann dürften wir uns einig sein.

Die Finanzmärkte können oft unvorhersehbar sein. So ist der einzige Weg, im Spiel zu bleiben und langfristig am Markt zu antizipieren, Risikomanagement zu betreiben und folgende 3 Dinge zu beachten:

  • Wisse, wie oft du es dir leisten kannst, falsch zu liegen.
  • Riskiere weniger als das, was du bereit bist zu gewinnen.
  • Habe einen definierten Plan und halte dich an ihn.

Viel Glück!