Wie lernt man Trading? 5 Dinge, die du wissen musst!

Aktualisiert Aug 03 2021

Wie lernt man Trading? 5 Dinge, die du wissen musst!

Wir haben einen Leitfaden für dich zusammengestellt, der dir als Lernpfad dient und dir zeigt, wie du am Besten an Trading herangehst und mit welchem Grundwissen du beginnen solltest – Besonders wenn du ein Neuling im Trading bist. 

Der Leitfaden beinhaltet:

Um das Traden zu lernen, musst du erstmal wissen, was man lernen musst und in welcher Reihenfolge – Also lass uns loslegen! 

Die Grundlagen von Trading

Du solltest den Unterschied zwischen Investieren und Trading verstehen, denn diese Begriffe unterscheiden sich stark voneinander.

Beim Trading geht es darum, durch den Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten einen Gewinn zu erzielen, ohne dass der Vermögenswert oder der reale Wert eine große Rolle spielt. Ein Trader ist emotional nicht an einen Vermögenswert oder eine Klasse gebunden, sondern möchte einfach Geld verdienen.

Wenn du also Tesla Aktien kaufen möchtest, weil du an Elon Musk glaubst und dann diese Aktie 5 Jahre hältst, handelt es sich nicht um Trading, sonderen um Investieren. 

Womit traden wir eigentlich?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die verschiedenen Anlageklassen kennenlernen:

1 - Aktien (Aktien)

2 - Devisen (Forex bzw. Währungen)

3 - Indizes

4 - Rohstoffe

5 - Kryptowährung

6 - Finanzderivate

Am Anfang macht es am meisten Sinn, mit Aktien zu beginnen – Denn fast jeden Tag hören wir Neuigkeiten über Unternehmen, deren Gewinne und viele weitere Begriffe. So können wir bereits eine einfache und logische Verbindung zwischen Aktien und unserem täglichen Leben herstellen. 

Forex bzw. Devisenhandel als Ausgangspunkt für das Lernen von Trading zu wählen ist unserer Meinung nach KEINE gute Idee. 

Denn: Devisenmärkte erfordern ein grundlegendes Verständnis der Makroökonomie und vielen weiteren Vorgängen, deren Verständnis viel Zeit und Sorgfalt benötigt. 

Viele Gurus vermitteln das Gegenteil: Sie sagen, dass Forex der einfachste Beginn ist, um Trading zu lernen, da man Kauf- und Verkaufsentscheidungen basierend auf dem Chart und Indikatoren treffen kann und kein Vorwissen über Trading benötigt. So beginnen viele Trader im Forex bzw. Devisenmarkt, und stellen nach kurzer Zeit fest, dass sie ihre Zeit und Geld mit falschen Annahmen verschwendet haben und plagen sich danach noch länger damit, diese schlechten Gewohnheiten wieder loszuwerden. 

Um also das Trading auf eine einfache Art und Weise zu lernen, schlagen wir vor, mit Aktien zu beginnen. Der beste Weg, dabei nicht pleite zu gehen, ist also der Folgende: 

Lerne, logische Entscheidungen zu treffen, mit Basis solider Analyse und mit ausreichend Zeit, die Marktgegebenheiten zu verstehen und dein eigenes Handeln zu begründen und zu hinterfragen.

Charts und technische Analyse

Der zweite Schritt beim Lernen von Trading besteht darin, in der Lage zu sein, Charts lesen und interpretieren zu können. So verstehen wir die momentanen Gegebenheiten und können prognostizieren, was in der Zukunft passieren könnte (Nicht weil es der PC sagt, sondern weil wir beim Lesen des Charts zu der logischen Schlussfolgerung gelangen). 

Das sind die wichtigsten Punkte beim Erlernen der technischen Analyse als Anfänger:

Japanische Candlesticks

 

Japanische Candlesticks (oder auch Japanische Kerzen) enthalten viel mehr Informationen  als es auf den ersten Blick scheint: Sie geben dir die Möglichkeit, die Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstkurse zu sehen. Dabei bezieht sich eine Kerze auf eine bestimmte Periode, die du frei wählen kannst (beispielsweise 5, 15, 30 Minuten bis hin zu einem Tag- oder einer Woche).

Psychologie der Candlesticks

Japanischen Candlesticks stehen symbolisch für den Kampf zwischen den Bären (fallenden Kursen, rote Kerze) und Bullen (steigender Kurs, grüne Kerze) – der Sinn hinter jeder einzelnen Kerze ist, uns mitzuteilen, wer den Kampf in der jeweiligen Periode gewonnen hat. 

Dieses Wissen haben viele Leute nicht und fixieren sich nur auf universelle Muster und Trends im Chart. Sie wissen nicht, dass es sich bei jeder Kerze um eine Schlacht handelt, also ob die Bullen die Oberhand gewinnen oder die Bären. 

Gleichzeitig können wir aus jeder Kerze herauslesen, ob in der jeweiligen Periode ein Kaufs- oder Verkaufsdruck bestand. 

So stellt beispielsweise ein extrem kleiner Docht mit kleinem Körper einen Verkaufsdruck dar – Egal ob die Kerze grün oder rot endet. 

Prinzipien der technischen Analyse

Warum spielen also Charts eine große Rolle, wenn wir mögliche Kurse vorhersagen wollen?

Mit der Grundlage, dass wir nun den Chart und die Candlesticks interpretieren können, können wir nun tiefer in die 3 Prinzipien der technischen Analyse einblicken und diese verstehen:

Alle Informationen, welche den Kurs beeinflussen könnten, ist bereits im Chart enthalten (also eingepreist). Als technischer Analyst reicht es also, den Chart zu analysieren. 

Kurse können nicht wie verrückt auf und ab springen, sondern bewegen sich in Trends.

Dieses Prinzip ist besonders interessant, und trifft neben Trading auch auf Bereiche unseres täglichen Lebens zu: Wenn es schon einmal passiert ist, kann es wieder passieren. 

Trends

Wie das zweite Prinzip der technischen Analyse besagt, bewegen sich die Kurse eines Vermögenswerts in Trends.

Was bedeutet das?

Wenn lange Zeiträume vergehen, werden wir sehen, dass sich der Kurs eines Vermögenswerts nicht sprunghaft bewegt. Wenn wir das tägliche Auf und Ab, das durch die Schwankungen verursacht wird, eliminieren, werden wir sehen, dass der Markt über einen längeren Zeitraum entweder nach oben oder nach unten geht. Das besondere, das uns als Trader interessiert, ist, diese Trends zu erkennen und sie zu unseren Gunsten zu nutzen.

Widerstand und Unterstützung

Dies sind die wichtigsten Preisniveaus, bei denen ein Vermögenswert eine Tendenz zeigt, entweder wieder nach unten (Widerstand) oder wieder nach oben (Unterstützung) zu gehen. Sie sind normalerweise psychologische Orientierungslinien, auf denen eine große Konzentration von Angebot oder Nachfrage besteht.

Falls du nun denkst: Das Thema der Technische Indikatoren, bzw. Indikatoren der Technischen Analyse fehlen hier?!

Nein, keine Sorge. Wir haben es absichtlich weggelassen. Denn für Einsteiger im Trading eignen sich Technische Indikatoren nicht unbedingt. Indikatoren führen dazu, ein falsches Gefühl von Vertrauen zu vermitteln, da man sich als Anfänger lediglich auf die Indikatoren verlässt anstatt ein grundlegendes Verständnis von Trading zu erhalten. 

Am Anfang ist es also besser, dass du logische Begründungen für all deine Kauf- und Verkaufsentscheidungen findest (und dabei auf Indikatoren verzichtest). 

Trading lernen mit Hilfe von Ökonomie

Sobald wir alle Grundlagen verstanden haben, besteht der nächste Schritt zum Lernen von Trading darin, zu verstehen, wie Kurse bestimmt werden und welche Faktoren einen großen Einfluss haben.

Viele Trader versuchen, Forex bzw. Devisen zu handeln, indem sie sich nur Charts und Indikatoren ansehen. Sie vergessen dabei die wahre Bedeutung des Devisenmarktes. In Devisenmärkten geht es nämlich darum, die Wirtschaft eines Landes mit einem anderen zu messen. 

Das Messen der Wirtschaft funktioniert in der Praxis jedoch mit nichts besser als mit makroökonomische Kennziffern. Die Wichtigsten erklären wir dir direkt hier:

Das Gesetz von Angebot und Nachfrage

Es erlaubt dir zu verstehen, wie der Mensch durch den Kauf und Verkauf den Kurs nach oben oder unten bewegt.

Makroökonomische Kennzahlen

Sie können das Ergebnis der Messung eines Teils der Wirtschaft von einem Land sein (wie das Bruttoinlandsprodukt) oder eine Entscheidung sein, die den Kreditzins der Zentralbank beeinflusst (wie der Leitzins). Makroökonomische Indikatoren sind das mächtigste Instrument für einen Devisenhändler, da sie einen großen Einfluss auf die Währungskurse haben.

Beispielsweise kann die Entscheidung über den Leitzins eines Landes zu massiven Schwankungen des Währungskurses führen, und so auch unseren Trading Erfolg beeinflussen.

Risikomanagement, Statistik und Wahrscheinlichkeit im Trading

Risikomanagement ermöglicht uns, das Traden zu beginnen ohne direkt pleite zu gehen. Das Ziel unserer Strategie ist es, zu lernen, das verfügbare Kapital unabhängig von der Größe zu verwalten.

Eine der Hauptaufgaben im Risikomanagement besteht darin, das Risiko-Ertrag-Verhältnis zu berechnen. So kannst du sicherzustellen, dass dein Risiko einem vorgegebenen Plan entspricht, der dich hoffentlich nicht pleite sondern profitabel macht!

Die wichtigsten Themen, die du dir dazu genauer ansehen solltest, sind die Folgenden:

Risiko-Ertrag-Verhältnis

Jedes Mal, wenn du einen Trade eröffnest, kannst du dich fragen: 

Ist der Betrag, den ich zu verlieren bereit bin, gleich), kleiner oder größer als der Betrag, den ich erzielen möchte?

Wenn die Antwort größer ist, wird deine Trading Aktivität auf lange Sicht nicht profitabel sein. 

Hier ist der Grund:

Wenn du jedes Mal, wenn du verlierst, 50 € verlierst und jedes Mal, wenn du gewinnst, 10 € gewinnst, wirst du dies feststellen: Du bist statistisch dazu bestimmt, pleite zu gehen.

Wenn du die Berechnung des richtigen Risiko-Ertrag-Verhältnisses erlernst, kannst du dir sicher sein, dass du wirklich in der Lage bist, Trader zu bleiben und profitabel zu sein. 

Gewinn- und Verlust Szenarien

Wenn du über das Trading mit einem bestimmten Vermögenswert nachdenkst, solltest du als Erstes folgende Frage klären: Wie verhält sich der Vermögenswert?

Nur so kannst du deine Positionsgröße richtig wählen und deine potenziellen Gewinne oder Verluste in dem beliebigen Zeitrahmen deuten. 

Wenn die durchschnittliche Kursbewegung eines Vermögenswerts 50 € pro Tag beträgt, weißt du, dass du es dir bei einem Handelskapital von 500 € nicht leisten kannst, 50 Einheiten dieses Vermögenswerts zu kaufen. Denn: Wenn der Vermögenswert eine normale Kursänderung durchführt, erhältst du einen Gewinn bzw. verlierst 2500 € an bereits einem einzigen Tag.

Besonders problematisch wird es, wenn Leute mit Hebel (Leverage), handeln (Das ist übrigens auch der wahre Grund, warum du theoretisch in der Lage bist, große Trades mit kleinen Konten zu eröffnen). So kann es sein, dass Leute bei kleinen Preisbewegungen schnelle und sehr hohe Verluste erleiden, da sie die potenziellen Gewinn- und Verlust Szenarien nicht gemäß des Hebels berücksichtigt haben. 

Broker

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass du verstehst, wie Broker arbeiten und welche unterschiedlichen Typen es gibt. Nur so kannst du zwischen einem guten Broker oder einem schlechten Broker unterscheiden (Leider gibt es fragwürdige Broker, die nicht ethisch korrekt sind und böswillige Ansätze verfolgen. Übrigens: Bei uns findest du nur nur ethisch korrekte Broker!). 

Hier die zwei geläufigsten Arten von Brokern:

CFD (Differenzkontrakt) Market Maker

CFD (Contracts for Difference, bzw. im Deutschen Differenzkontrakt) Market Maker (Marktmacher) “machen” den Markt, indem sie Verkaufs- und Kaufkurse wortwörtlich diktieren. Sie gleichen die Trader, die Long (Kaufen) und Shorts (Verkaufen) sind, in der Regel gegeneinander ab und schicken die verbleibenden Trades, die sie nicht abdecken können, in den realen Markt.

In vielen Fällen kann sich ein CFD Market Maker entscheiden, sich nicht im realen Markt abzusichern und einfach die entgegengesetzte Seite der Trades seines Kunden zu nehmen. Für dich als Trader ist es also wichtig zu verstehen, ob dein Broker die Macht hat auf diese Art und Weise den Kurs zu beeinflussen (und so deinen Trade), oder nicht.

DMA (Direkter Marktzugang)

DMA (Direct Market Access, zu Deutsch Direkter Marktzugang) Broker fungieren bei jeder Transaktion ausschließlich als Zwischenhändler, das heißt: Sie führen die von dir angeforderten Aufträge direkt im Markt aus.

Es gibt viele Broker-Typen – jetzt kennst du die beiden Häufigsten!

Ein wirklich wertvoller Tipp, den wir dir noch gerne geben möchten:

„Solange ein Broker dir nicht sagt, was du zu kaufen oder verkaufen hast, dich nicht anruft, um mehr Geld einzuzahlen, und nicht versucht, dich zu beraten, bist du womöglich bei einem Guten“.

Bitte sei bei dem letzten Punkt äußerst vorsichtig – Viele Menschen werden Opfer von genau diesem Problem: Sie sind nicht informiert und fallen auf beispielsweise Anrufe herein, und verlieren viel viel Geld.

Fazit

Fazit

Traden zu lernen erfordert viel mehr als das, was du gerade in diesem Leitfaden gelesen und gelernt hast. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir dir so bereits eine solide Grundlage ermöglichen, damit du dein Wissen langsam und stetig aufzubauen kannst – Denn nun weißt du, welche Themen du noch tiefer recherchieren kannst und vor allem in welcher Reihenfolge.

Zu guter Letzt möchten wir dir weitere Schritte im Laufe deiner Trading Karriere nicht vorwegnehmen. Vielleicht erscheinen sie dir als amüsant, aber letzten Endes sind es alles Punkte, die jeder von uns eines Tages durchmacht: 

Nach all dem kommst du an einen Punkt, an dem du erkennst, dass der wahre Schlüssel zum Erfolg im Trading darin liegt, solide Kenntnisse, Analysefähigkeiten, ein gutes logisches Denkvermögen zu haben, und es sich leisten zu können, Geld zu verlieren, ohne mentalen Stress durchmachen zu müssen. Nur wenn du all dies beherrschst, wirst du das Licht am Ende des Tunnels von Trading sehen.

Viel Glück!

Autor

Stefano Treviso

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